Nockbergmarathon 2019

Der Partnerbewerb zur traditionellen Tour de Tyrol in den wunderschönen Nockbergen, der zum zweiten Mal ausgetragen wurde.

Die Voraussetzungen waren nicht unbedingt berauschend: eine hartnäckige Verkühlung, die noch nicht ganz ausgeheilt ist, und eine Wettervorhersage mit Regen, Schnee und Kälte.

Naja, macht nichts, probieren wir’s – im schlimmsten Fall kann ich immer noch abbrechen.

Freitag Mittag treffe ich mich mit Valentin, ein Lauffreund, der mit mir dieses Abenteuer bestreiten will, zur gemeinsamen Anreise. Je näher wir uns der Hochrindl nähern, desto schlechter wird das Wetter. Zimmer beziehen und Startunterlagen abholen – problemlos. Studium der Starterliste – 3 Starter in M60, 4 in M65 (inklusive Valentin, der eigentlich in die M70 gehört).

Um 17:30 Start zum ersten Teil des dreitägigen Events, dem Hüttenlauf mit drei Runden mit je 4 km und 130 Höhenmetern. Der Regen ist nicht so schlimm, die Temperaturen erfordern ein eher wärmeres Outfit. Ein schöner kurzer Lauf zur Einstimmung, mit der Zeit bin ich zufrieden. Überraschung: ich gewinne meine Altersklasse als einziger Finisher (die anderen beiden sind nicht gestartet 🙂 .

Samstag, 9:00 – Start des Hauptbewerbes, des Nockbergmarathons. Gelaufen wird die Ersatzroute, da die Originalstrecke aufgrund der Schneeverhältnisse auf der Bretthöhe zu gefährlich wäre. Etwas länger, aber dafür weniger Höhenmeter.

Die Wetterverhältnisse: zuerst leichter Schneefall, dann meistens leichter Regen, zwischendurch auch stärker, teilweise Nebel – aber für einige Minuten kommt sogar die Sonne durch. Temperaturen knapp über 0° 🙁 . Aber was soll’s, ein Trailrunner hat bei jedem Wetter Spaß 🙂 .

Die Strecke ist sehr angenehm zu laufen – wenig Asphalt (ca. 6 km), hauptsächlich breite Wald- und Wirtschaftswege, und natürlich ein (leider kurzer) technischer Downhill. Ein Großteil der Strecke wird zweimal durchlaufen, unter anderem die nicht enden wollende Steigung zum Hochrindl-Parkplatz (beim zweiten Durchlauf direkt vor dem Ziel). Beim ersten Durchlauf holt mich dort eine junge Läuferin ein, mit der ich einige Kilometer gemeinsam genießen kann – leider fällt sie nach der Steigung zurück und scheint in der Finisherliste nicht auf. Schade, es wäre ihr erster 42er gewesen 🙁 .

Unbedingt erwähnenswert sind die Helferinnen und Helfer an den zahlreichen, manchmal etwas versteckten Labestationen. Es war ein Genuss, mit Ihnen zu plaudern und neue Motivation zu tanken. Es gab fast überall neben den Klassikern auch warme Suppe oder Tee und Köstlichkeiten aus der Mehlspeisküche 🙂 .

Über weite Strecken ist es aber ein einsamer Lauf – zweimal verlaufe ich mich (einmal durch eine fehlende bzw. irreführende Markierung, das zweite Mal habe ich einen deutlich sichtbaren Pfeil übersehen).

Beim Zieleinlauf, doch deutlich vor der Cut-Off-Time, wusste ich, dass ich nicht letzter bin – Valentin hat mich nicht überholt und meine kurzzeitige Mitläuferin muss auch noch hinter mir sein. Mit der Zeit bin auch aufgrund der Rahmenbedingungen sehr zufrieden.

Sieger!

Und wieder gewinne ich meine Altersklasse – als einziger M60-Finisher 🙂 .

Für Sonntag ist der Abschlussbewerb, der Hochrindltrail über 19 km geplant. Ich werde diesen aber aufgrund meiner Verkühlung, den Schneeverhältnissen (über 10 cm Neuschnee) und der Außentemperatur (unter 0°) auslassen. Und dann die Nachricht – der Bewerb wurde abgesagt (aufgrund der gefährlichen Schnee- und Sturmverhältnisse).

Also stehe ich zum dritten Mal auf der obersten Stufe des Stockerls – genauso wie Valentin in der inzwischen in der Ergebnisliste aufscheinenden M70 – als AK-Sieger des JOLSport-Run Kärnten 2019.


4.5.2019

Distanz42,7 km
Höhenmeter1.300 m
Zeit6:28:11
gesamt53von55
Männer41von42
AK1von1